Feststellung.

Wir haben aufgrund der Entwicklung seit Machtübernahme durchs Patriarchat lediglich „Familie mütterlicherseits“, das ist kein Matrifokal und keine matrifokale Muttersippe. Das ist sehr schade aber eine Tatsache. Wir müssen (präzise und wissenschaftlich) klarstellen, erst einmal für uns selbst, bis wir es wirklich begriffen haben, WAS da passiert ist, dass es nun so ist, wie es ist, und dann beginnen, aus diesem Istzustand in der patriarchalen Gesellschaft wieder hinauszufinden. Das ist ein Prozess. Ein vielschrittiger, vielschichtiger Prozess. Wenn ich jetzt alle meine Verwandten mütterlicherseits um mich versammeln würde, hätte ich ein Familientreffen und keine Muttersippe. Bis auf ein, zwei hätte wahrscheinlich noch keine von Matrifokalität gehört. Alle leben in klassischen Modellen. Außerdem weit weg. Ich baue mir meinen Weg lieber da, wo ich bin. Und wenn meine Tochter ihren Weg in meiner Nähe baut, ist das schön aber keine Bedingung und keine Voraussetzung für irgendetwas.

Mutterlinie

Text von Steffanie Müller

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