Übrigens

Das Patriarchat hat nicht nur für Ungleichberechtigung gesorgt. Es ist seit dem ersten Gedanken, Land, Tiere und Menschen besitzen, dominieren, sie sich untertan machen zu wollen, in alle Lebensbereiche hineingewachsen und hat neue Bereiche und Lebensweisen nach seinem Bilde geschaffen. Es ist kaum etwas in unserer Lebenswelt geblieben, das noch ist ist wie in der „Zeit vor der Beschneidung“ (Ute Schiran). In den Fällen, in denen die Symptome Theologien und politische Systeme sind, ist relativ leicht erkennbar, wie weit wir dort von der artgerechten Form des menschlichen Lebens entfernt sind. Wo Gewalt herrscht, kann das Patriarchat rasch entlarvt werden. Dass es aber Kunst, Wissenschaft, Philosophie, Sprachen, Musik, Literatur und auch die gegenwärtige Film-, Fernseh- und Spielekultur durchzieht, ist ein Schritt bitterer Erkenntnis, der Entschlossenheit verlangt und Konsequenzen hat, die sich zum Glück (auch wenn es anstrengend ist) ebenfalls auf alle Lebensbereiche erstrecken.

Text von Steffanie Müller

Mutterbuchstabe M, Gebärhaltung (Arbeit von Sieglinde Maul)

 

 

 

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« Weiss-Rot-Schwarz » Matrifokale Wurzeln im europäischen Märchen

Text von Susan-Barbara Elbe

Gesammelt, aufgeschrieben, an die jeweilige Epoche angepasst, ob von Perrault, den Gebrüdern Grimm oder Afanasjew, um nur diese zu nennen, kommen die Märchen aus einer langen Erzähltradition zu uns und zeugen somit von einem jahrtausendalten Leben im Wandel ! Es führt uns unter anderem in eine viel ältere Gesellschaftsform als die, die wir heute mit dem Patriarchat kennen. Eine Fülle von Hinweisen und Bildern begegnet uns. Sie rufen geradezu erkannt und gedeutet zu werden !

Gleichzeitig ist es kein Leichtes in eine „Rück-Führung“ zu gehen ohne von den uns heute so beliebten Projektionen Gebrauch zu machen indem wir in die Psycho-Schublade greifen! Dieses ist hier nicht mein Anliegen; ist es doch zusätzlich konditioniert von patriarchaler Denke und als solches unbrauchbar; außer wenn es um’s Aufdecken der krankhaften Verdrehungen geht.

Eine Märchenerzählerin hat mir vor über zwanzig Jahren den roten Wollknäuel zugeworfen! Als ich anfing diesen ein wenig aufzurollen, entdeckte ich zu meiner Verwunderung und größtem Erstaunen, dass ich ein Geschichtsbuch vor Augen hatte ! Das ist es auch was mich heute nach wie vor fasziniert und beschäftigt und vielleicht kann ich den roten Faden an Euch LeserInnen weiterreichen … « Weiss wie Schnee, Rot wie Blut, Schwarz wie Ebenholz» diese drei Mutterfarben… uns allen doch so bekannt, so vertraut !

Spirale
Spirale in den Mutterfarben von Siglinde Maul

« Es War Einmal »

In allen Märchen, in denen die geschwisterliche Liebe stärker und wichtiger ist als der zukünftige Bräutigam oder sogar das eigene Leben, wie wir es z.B. in „Brüderchen und Schwesterchen“ oder « Die Sieben Raben » lesen können, haben wir es ganz eindeutig mit der Erinnerung an eine matrifokale Sozialordnung zu tun. Nur die Blutsverwandtschaft, die mütterliche Gruppe, bedeutete Verbundenheit, Geborgenheit, Sicherheit und Stabilität.

Und warum ist dann die Stiefmutter immer böse?

Als Nachfolgerin einer verstorbenen Ehefrau, (mittlerweile sind wir schon im richtigen Patriarchat und der Mann-Frau-Ehe angekommen) musste sie ab jetzt dem neuen Mann und dessen Kindern dienen. Dieses zu bewerkstelligen und dabei die eigenen, im Märchen immer Töchter, durchzubringen, hat wohl zu ihrer Verunglimpfung geführt, waren sie doch gezwungen mitunter zu unlauteren Mitteln zu greifen um ihre Nachfolge zu sichern. Hier ist bestens zu erkennen, wie unsägliches Leiden unter Männerherrschaft entstehen musste !

In der Darstellung und der Beschreibung alter Hexen, immer böse und hässlich mit einer Warze auf der Hakennase, erkenne ich ein Relikt aus der Steinzeit, die des Geiervogels und/oder der Eulenmutter ; der Schnabel wird zur Nase und aus den Atemlöchern eine oder zwei Warzen. Vögel der Nacht, Vögel als Metapher vom « Leben in Tod in Leben WandlerInnen ».

An den Frosch und/oder die Kröte muss ich denken, welche laut Marijam Gimbutas ein Fruchtbarkeitssymbol unserer AhnInnen war ; eine uralte Vorstellung von Selbstbefruchtung. Im „Dornröschen“ erfährt die Königin im Teich badend vom Frosch, dass sie innerhalb eines Jahres ein Kind zur Welt bringen wird ; ein Mädchen !

Tiere haben im Märchen eine überaus wichtige Rolle inne. Die Erzählung vom Natternkrönlein ist ein gutes Beispiel. Auch wenn es mir hier nicht um das Thema der Tiere im Märchen geht, zeigt uns doch diese Überlieferung in aller Klarheit wie fruchtbar ihre Präsenz bei den Menschen war und welch Unglück über diese schliesslich hereinbrach, als sie die Natter töteten. Symbolisierte doch besonders die Schlange zu Zeiten der Häutung Erneuerung und erinnerte gleichzeitig an die Nabelschnur durch die das Leben von der Mutter zum Kind pulsiert.

Nun haben all diese Tiere im ursprünglichen Sinne aber Eines gemeinsam; mit ihnen wurde gelebt, ihre Besonderheiten konnten beobachtet werden, von und mit ihnen wurde gelernt und der Rhythmus des Lebendigen wahrgenommen. Sie waren keine Projektionsflächen menschlicher Besonderheiten und Moralvorstellungen wie wir sie aus den Tierfabeln Äsop’s oder später von La Fontaine kennen.

Es ist mir immer wieder ein Anliegen aufzuzeigen, dass es da im Märchen diese wundersamen Überreste gibt die es zu enträtseln, zu erkennen gilt. Spuren aus einer Zeit als das Leben noch um die mütterliche Weisheit organisiert war.

Da wäre das Rumpelstilzchen mit seinem geklauten Hebammenspruch. Welch magische Beschwörungsformel : « Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol‘ ich der Königin ihr Kind »! Für die zukünftige Mutter wurde mit Brot und stärkendem Bier gesorgt bevor das Kind geboren und manchmal auch mit Hilfe der Heb-Amme geholt wurde !

Bei der Rotkäppchen-Version von Perrault, (er lebte und schrieb zeitlich vor den Gebrüdern Grimm) welcher am französischen Königshof mit seinen Erzählungen für moralisches Verhalten sorgen wollte, frisst der Wolf das Rotkäppchen … aus basta! Vom Weg abkommen war den Frauen, jung oder alt, nunmal nicht erlaubt. Die Grimmschen Brüder, in der Zeit der deutschen Romantik, haben den Jäger als Retter eingeführt. Er begegnet uns in vielen Erzählungen und Dichtungen und ist der grüne Superheld dieser Zeit! Für mich aber ist und bleibt dieses Märchen schlicht und einfach die Erzählung von einem Mädchen welche auf dem Weg zu ihrem Frausein ist ! Eingebunden in die mütterliche Linie führen ihre ersten Schritte aus der Geborgenheit in die Wildnis und wieder hinaus in den Bereich der Weisen Alten, nämlich zur Großmutter!

Leider ist fast alles, so auch im Märchen, dem patriarchalen Lebens-Modell zum Opfer gefallen. Gold als Sonnensymbol übertrumpft nun das Silber des Mondes ; sehr treffend ist dies im Dornröschen zu erkennen, wenn für zwölf Feen ein goldenes Gedeck vorhanden ist und die dreizehnte Fee, die Lunare, zusehen muss wo sie bleibt, weil die alten Silberteller entsorgt wurden! Das Zeugnis eines alten Streites über Kalenderhoheit?

Auch das schwarze Pech bringt nur mehr Unglück, Pech eben. Dabei war die Pech-Gewinnung eine große Errungenschaft unserer AhnInnen der Steinzeit um ihre Boote zu kalfatern, zu pechen.

« Tag und Nacht », « Oben und Unten » wurden auf einmal verdammt, sich in einer „Gut und Böse“ Polarität aufzuhalten, obwohl das eigentliche Paradies im Märchen nicht im Himmel sondern in der unteren Welt, den Höhlen, zu finden ist, im Ur-Grund des mütterlichen Geborgen-seins … die Holler-Mutter lässt grüssen.

Trotz alledem blinzelt uns noch in vielen Märchen und Mythen die alte Mutterweisheit und kraftvoller Mutterwitz zu, begegnet uns mütterlicher Mut, Schutz und überlebenswichtige Intuition! Gänsemagd und Aschenputtel, die drei Spinnerinnen oder die kluge Bauerntochter, alle lassen uns ahnen, dass es eine heilige Zeit gab, in der die Mutter noch als Zentrum für Leben galt !

 

Zustände

Eines der Grundprobleme liegt darin, dass Definitionen des Patriarchats benutzt werden, um auf Kritik zu antworten. Neulich sagte mir jemand im Fall Sigi Maurer* „bleib doch mal bei der Rechtssystematik“, nein, denn da sitzt doch der fette Fehler. Ich kann einen fatalen Fehler im System nicht mit den Regeln des Systems beheben. Dann habe ich nämlich einen verwackelten Ansatz.

Und das ist der Punkt, an dem viele hängenbleiben, weil natürlich je nach Lebenskontext nicht bei allen die Erkenntnis über die Zusammenhänge diese kolossale Erleichterung auslöst, sondern durch das Zusammenbrechen des ganzen mühsam aufrechterhaltenen in die patriarchale Form gepressten Lebensentwurfs als sehr schmerzhaft und als „es kann nicht sein, was nicht sein darf“ empfunden wird. Obwohl eine fühlt, es ist falsch, versucht sie ja oft, sich anzupassen, hineinzupassen – und wenn das dann „gelungen“ ist, kommen wir daher und sagen, die Regeln, nach denen sie so mühevoll lebt, gelten gar nicht und sind grundverkehrt oder (meist bei Männern) wir wackeln an den Privilegien.

Denn dem Deckmantel des tollen hiesigen / westlichen Frauenbildes trauen sich gerade auch die Kirchen und auch die Rechten wieder viel mehr. Die einen, mit dem „Schutz der deutschen Frauen“ (nur solange, bis sie sie selber benutzen wollen und in ihre Rolle pressen), die anderen glaube ich in einer Art theologischem Schulterschluß – dass in den USA nach heiligem Krieg gerufen wird (Matt Shea), dass der Papst sich so klar positioniert mit der Gleichsetzung von Abtreibung und Auftragsmorden – sie wollen gerne auch rückwärtsgewandt wieder erstarken. Deshalb müssen wir extrem aufmerksam und klar sein und uns nicht durch Nebengleise wie Rassismus (wenn ich mich gegen ein theologisch/gesellschaftlich/patriarchales System wende, bin ich logischerweise nicht rassistisch, das ist nämlich keine „Rasse“ sondern ein System, das es zu korrigieren gilt) oder „Seid doch froh, wie gut ihr es hier habt“, das uns in unserem eigenen Umfeld leise, klein und unkritisch (und auch noch dankbar!) machen soll.

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Spirale von Sieglinde Maul – Unser Leben verläuft nicht so linear, wie wir denken, sondern wir machen unsere Erfahrungen spiralförmig. So begegnen wir Themen und Problemen (wie den Zuständen hier) immer wieder, auf einer anderen Ebene der Spirale. 

*) Sigi Maurer: Verurteilung wegen übler Nachrede, weil sie obszöne, beleidigende Nachrichten auf Facebook publik machte. Nach österreichischem Recht gab es keine Möglichkeit, dies anzuzeigen.

Text von Steffanie Müller

Female Choice

Abgeschnitten von der Female Choice

Cornwall
Lochstein in Cornwall

Ursprünglich und natürlicherweise leben Menschen in Sippen, in denen Mütter nicht isoliert allzuständig für ihre Kinder sind, sondern in denen ganz (bio)logisch alle am guten, wohlversorgten Leben aller interessiert sind. Das bedeutet Schutz, Fülle und optimal verteilte Aufgaben. Es bleibt Zeit für Spiel, Kunst, Bobachtung der Zyklen des Kosmos und natürlich auch für Sexualität. Diese findet sich losgelöst vom Versorgungsverband. Das ist nicht nur praktisch, weil Inzest vermieden wird. Es enthebt auch die Sexualität jeder Verflechtung mit Verpflichtung und Abhängigkeit. Und Sexualität folgt der Wahl der Frau. Natürlicherweise. *)

Nun betrachten wir das Konstrukt, in das wir hineingewachsen sind, in das auch unsere Kinder noch hineinwachsen: Noch immer gilt die monogame Paarbeziehung mit gemeinsamen Kindern als Standard und wird in Filmen und Liedern als Ideal gezeigt.

Die junge Frau verlässt also ihre Ursprungsfamilie (in der sie auch keine versorgende Sippe hatte) und ist somit, was Versorgung der Kinder angeht (ich rede nicht nur von Geld) in einer Verflechtung mit ihrem einmal gewählten Sexualpartner gefangen. Da sie biologisch nicht darauf eingestellt war, diesen lebenslänglich zu behalten, war die Wahl oftmals nicht geeignet, was das Begleiten von Kindern angeht, und sie findet sich in einer double bind Situation wieder: Sie fühlt, dass das, was stets als normal suggeriert wurde, nicht normal im Sinne von natürlich ist. Sie lebt mit ihren Kindern in einer nicht artgerechten Umgebung. Der Mann auch, nur dem fällt es meist nicht so auf.

Auch ohne Kinder und/oder ohne festen Partner erfährt sie diese Diskrepanz: Female choice trägt nämlich immer noch den Schlampenstempel. (Im Gegensatz dazu sind Frauenkörper jedoch gegen kleines Geld zu benutzen – von Porno bis zu legalisierter Mißhandlung.)

Auch „offene Beziehungen“ oder Polyamorie helfen hier nicht weiter: Dadurch wird nur die Organisation der Kinderversorgung noch schwieriger. Es ist eben keine Sippe da, die selbstverständlich Care Arbeit leistet. So kommt es meist zu serieller Monogamie und Patchworkfamilien bei extremer Überlastung der Mütter, wobei mittlerweile oft die Trennung von der Frau ausgeht (lange war dies aus materiellen Gründen ja gar nicht möglich). Männer lösen Paarbeziehungen eher ungerne: Bei freier female choice hätte es ihnen auch passieren können, dass nur eine Frau sie „wählt“ (oder auch gar keine). Die Frau hingegen fühlt, dass Natur anders geht, dass sie beschränkt und unsicher, was ihre Position und die ihrer Kinder angeht, lebt. Zu eng ist in unseren Köpfen auch noch Sexualität mit Versorgung, Sicherheit verbunden und wird somit im Austausch dafür als Mittel eingesetzt: Andere Sexualpartnerinnen lösen Verunsicherung aus, denn der Mann übernimmt selten losgelöst von Sexualität / Paarbindung die Sicherung der Kinder. Ein Ehe-/Lebens-/Sexualpartner kann nicht eine ganze Muttersippe ersetzen, auch wenn Romantik in vielerlei Verbrämung uns das vorgaukeln will. Hier steht nicht die Mutter im Zentrum, die natürliche Ordnung ist ganz zerfallen.

Was können Frauen tun, die, den patriarchalen Mustern, in denen sie aufgewachsen sind folgend, eine isolierte Kleinfamilie gegründet haben? Im besten Fall können sie als Familie erkennen, in was für einem ungeeigneten Umfeld sie leben und das Beste daraus machen, indem sie geschickt und kreativ dem Patriarchat ein Schnippchen schlagen und ein möglichst gutes Leben führen, ohne sich an die üblichen Zwänge gebunden zu fühlen

(Kind möglichst schnell in die Krippe, Frauen und Männer in die gleiche Karrieretretmühle, 
Schulsystem, theologische und „moralische“ Werte und Bewertungen, Sprache, …). Female choice ist auch in diesem Modell fast unmöglich, da das Gefühl der persönlichen Entwertung durch die Wahl anderer Sexualpartner so verfestigt ist und weil eben die Versorgung in keiner Weise außerhalb der Paarbeziehung gewährleistet ist.

Wir bräuchten also wieder Sippen, Gemeinschaften, in denen Care Arbeit freiwillig, gemeinsam, in Wertschätzung getragen wird. Dazu ein Wiedergewinnen der sexuellen Leichtigkeit, ein Lösen aus der Verbindung mit Macht, Gebrauch, Zwang, dem Gedanken, Menschen besitzen zu können. Für kommende Generationen hoffe ich auf eine allmähliche Entwicklung dorthin, da das Patriarchat sich, je „effektiver“ es wird, immer mehr ad absurdum führt. Eine schnelle Lösung gibt es nicht, da wir alle in diese Gesellschaftsform eingebunden und von ihr geprägt sind. Was jede tun kann, ist immer mehr Information über historische und biologische Zusammenhänge aufzunehmen und weiterzugeben und so viele matrifokale Elemente in das eigene Leben wie möglich zu übernehmen.

*) eine freie, selbstbestimmte und natürlicherweise wechselnde Sexualität der Frau (…), um eine hohe genetische Variabilität innerhalb der Spezies Mensch sicher zu stellen

Text von Steffanie Müller

 

Feststellung.

Wir haben aufgrund der Entwicklung seit Machtübernahme durchs Patriarchat lediglich „Familie mütterlicherseits“, das ist kein Matrifokal und keine matrifokale Muttersippe. Das ist sehr schade aber eine Tatsache. Wir müssen (präzise und wissenschaftlich) klarstellen, erst einmal für uns selbst, bis wir es wirklich begriffen haben, WAS da passiert ist, dass es nun so ist, wie es ist, und dann beginnen, aus diesem Istzustand in der patriarchalen Gesellschaft wieder hinauszufinden. Das ist ein Prozess. Ein vielschrittiger, vielschichtiger Prozess. Wenn ich jetzt alle meine Verwandten mütterlicherseits um mich versammeln würde, hätte ich ein Familientreffen und keine Muttersippe. Bis auf ein, zwei hätte wahrscheinlich noch keine von Matrifokalität gehört. Alle leben in klassischen Modellen. Außerdem weit weg. Ich baue mir meinen Weg lieber da, wo ich bin. Und wenn meine Tochter ihren Weg in meiner Nähe baut, ist das schön aber keine Bedingung und keine Voraussetzung für irgendetwas.

Mutterlinie

Text von Steffanie Müller